Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

Wohnkosten sind echter Armutsfaktor – Wohnen muss bezahlbar bleiben

Zu den heute veröffentlichten Wohngeldzahlen 2017 erklärt die wohnungsbaupolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Über 13 Prozent aller Haushalte in M-V können ihre Wohnkosten nicht allein schultern. Das wahre Ausmaß der Armut ist noch weit größer. Denn nicht mit eingerechnet sind die Menschen, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung – also Sozialhilfe – beziehen.

Besonders haben Singlehaushalte, Frauen, Rentner und Alleinerziehende an den Wohnkosten zu knabbern. Für andere Dinge des Lebens bleibt kaum etwas übrig. Vereinsamung und Entbehrung nehmen zu. Die Landesregierung muss endlich ihr halbherziges Handeln aufgeben und den Menschen die Angst nehmen, ihre Wohnung irgendwann nicht mehr bezahlen zu können.  

U.a. müssen die Mittel, die der Bund für die soziale Wohnraumförderung bereitstellt, endlich auch tatsächlich dafür eingesetzt und durch Landesmittel ergänzt werden. Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum – durch Neubau von Sozialwohnungen und den Erhalt moderater Mieten im Wohnungsbestand. Zudem muss das Wohngeldrecht regelmäßig an die Einkommens- und Kostenentwicklung angepasst werden und die Warmmiete die Berechnungsgrundlage für die Höhe sein.“

Hintergrund: Drei Prozent aller, insgesamt 25 000 Haushalte in M-V waren im Jahr 2017 auf Wohngeld angewiesen, um die Miete schultern zu können. Dieser Anteil liegt weit mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

Aktuell sind zudem 85 500 sogenannte Bedarfsgemeinschaften in Hartz IV auf die Übernahme der Wohnkosten angewiesen.