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Wohin mit dem künstlerischen Erbe in Mecklenburg-Vorpommern?

Zum Tagesordnungspunkt „Künstlernachlässe“ heute auf der Klausurtagung der Linksfraktion in Banzkow erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Wenn Künstlerinnen oder Künstler sterben, bleiben oft Angehörige und Freunde zurück, die weder das Fachwissen noch die räumlichen Möglichkeiten haben, sich mit dem künstlerischen Erbe auseinanderzusetzen. Sie sind nicht in der Lage, es zu sortieren, zu ordnen und aufzubewahren. Dann ist guter Rat teuer oder schlicht nicht zu haben.

Die Museen im Land halten sich in der Frage sehr zurück. Zu groß und zu teuer ist dabei das Hauptargument, da gerade die Werke der bildenden Künstler wie Bilder, Grafiken, Skulpturen, Fotografien, Skizzen und Modelle einen enormen Platzbedarf haben. Daran sollte es jedoch nicht scheitern – Platz haben wir im Land genug.

Bis heute gibt es in M-V nur im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eine private Initiative, die sich sowohl um Vor- als auch Nachlässe von bildenden Künstlerinnen und Künstlern bemüht. Sie wurde von der ehemaligen kulturpolitischen Sprecherin der damaligen PDS-Fraktion, Heide-Marlis Lautenschläger, ins Leben gerufen wurde. Hier wird wertvolle Pionierarbeit geleistet, die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass ohne ein Engagement des Landes auch weiterhin die Lebenswerke von Künstlerinnen und Künstlern verloren gehen. Die öffentliche Hand muss bei der Erhaltung von Nachlässen eine größere Rolle spielen, um auch die Werke weniger bekannter Künstlerinnen und Künstler für die Nachwelt zu erhalten.“