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Wo man Bücher verbrennt . . . tut Aufklärung not

Nach den erneuten rassistischen Vorfällen in Rostock, bei dem auch Seiten aus dem Koran verbrannt wurden, fordert die Linksfraktion eine umfassende Aufklärungskampagne im Land. 

„Die jüngsten Vorfälle in Rostock machen deutlich, dass eine solche Kampagne dringend notwendig ist. Die polarisierenden Debatten um ‚den Islam‘ und die Einwanderung von Musliminnen und Muslimen nach Mecklenburg-Vorpommern sind dabei aber nur ein Bestandteil. Notwendig ist eine umfassende Aufklärung über Flucht, Fluchtursachen und Integration. Die Linksfraktion in der Rostocker Bürgerschaft hat dazu Vorschläge unterbreitet, die bislang leider nicht aufgegriffen wurden“, erklärte die Rostocker Abgeordnete der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger, am Mittwoch.

Nach Auffassung des innenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter, reicht es nicht aus, dass seitens der Sicherheitsbehörden des Landes die so genannten Koran-Verteilungsaktionen argwöhnisch beobachtet werden. Notwendig sei auch eine umfassende politische Bildungsarbeit, die die Vielfalt muslimischer Denk- und Lebenswelten aufzeigt. Dies habe auch der Jahreskongress der Landeszentrale für politische Bildung Anfang Oktober deutlich gemacht. „Wenn sich auch die neue, alte Koalition inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen will, sollten die Rostocker Ereignisse Anlass sein zu handeln“, so Ritter. „Bei der Aktion in Rostock waren auch AfD-Plakate zu sehen, und der AfD-Landtagsabgeordnete Arppe hat sich lediglich halbherzig distanziert.“