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Theaterpakt: Zukunftsvision oder Beruhigungspille?

Zu den Medienberichten über die Kritik der Mehrheit der Theaterintendanten des Landes an der Durchführung des Theaterpaktes erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der Theaterpakt nur ein Lippenbekenntnis der Landesregierung. Denn bis zum heutigen Tag sind keine der Versprechen umgesetzt. Nach wie vor warten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Flächentarif, an dem sich das Land beteiligen will. Es herrscht weiter Unsicherheit an den Häusern und es steht weiter die Beteiligung an Investitionen wie dem Neubau des Volkstheaters in Rostock zur Diskussion.

Man muss fragen, ob dem Theaterpakt von Ministerpräsidentin Schwesig eine sachliche Basis zugrunde liegt. Offenbar war die Verkündung im Juni 2018 doch nur eine reine PR-Maßnahme, um der Theaterlandschaft des Landes eine Beruhigungspille zu verabreichen. Wenn die Landesregierung knapp ein Jahr nach Beginn eines Paktes mit zehnjähriger Laufzeit noch nicht einmal über die Planungsphase hinaus ist, darf man über die Ernsthaftigkeit dieser Zukunftsvision durchaus nachdenken.

Die Linksfraktion wird das Thema daher nochmals im Bildungsausschuss aufrufen und einen detaillierten Bericht über die Fortschritte bei der Umsetzung des Theaterpaktes verlangen.“