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Stand Soziale Wohnraumförderung ist Bankrotterklärung

Zum Bericht der Bundesregierung zur sozialen Wohnraumförderung erklärt die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Der Bericht ist eine Bankrotterklärung der Wohnraumpolitik von Bund und Land. Noch nie wurden in Deutschland so wenige Sozialwohnungen gebaut.

Seit Jahren ist bekannt, dass fehlender bezahlbarer Wohnraum immer mehr zur sozialen Brennpunktfrage wird, und das nicht nur in großen Ballungsräumen. In Städten wie Rostock, Schwerin und Greifswald und den Ostseegemeinden sind Wohnungen Mangelware, ist die soziale Spaltung beim Wohnen deutschlandweit mit am größten. Während in die Platte immer mehr Menschen ziehen, die sich woanders keine Wohnung leisten können, sind die Bessergestellten in begehrten und teuren Wohnlagen unter sich. Die Versäumnisse in der sozialen Wohnraumpolitik von Bund und Land der zurückliegenden 30 Jahre treten immer deutlicher zutage.

Wir brauchen wieder eine soziale Wohnraumförderung, die auf breite Schichten der Bevölkerung ausgerichtet ist und eine neue Gemeinnützigkeit. Dafür ist eine deutliche Mittelaufstockung des Bundes und auch des Landes erforderlich.“

Hintergrund: In M-V wurden im vergangenen Jahr gerade einmal 95 neue Wohnungen mit Landesunterstützung fertiggestellt. 2018 waren es lediglich 26. Zwei Jahrzehnte lang wurde der Neubau von Wohnungen überhaupt nicht gefördert. Angesichts dieser Fakten relativiert sich, dass laut Bericht Mecklenburg-Vorpommern um über 300 Prozent zulegte.