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Qualität der Leichenschau muss dringend verbessert werden

Zur heutigen Sitzung der Expertenkommission zur Modernisierung des Bestattungsgesetzes M-V erklärt Eva-Maria Kröger, Mitglied der Linksfraktion in der Kommission:

„Die heutige intensive Debatte über Maßnahmen zur Verbesserung der ärztlichen Leichenschau hat eine Reihe von Problemen aufgezeigt.

U.a. wurde deutlich, dass die Qualität der ärztlichen Leichenschau in M-V dringend verbessert werden muss. Das haben Praktiker aus der Ärzteschaft und der Staatsanwaltschaft eindeutig dargelegt und bestätigt. Eine denkbare Maßnahme ist die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung als eine Pflichtfortbildung. Dies betrifft nicht nur Mediziner, sondern auch Polizisten. Die Fachhochschule Güstrow muss Fortbildungen für Polizisten regelmäßig und nicht lediglich sporadisch anbieten.

Auch Ärzte müssen in unklaren Fällen Rechtsmediziner zur Leichenschau hinzuziehen dürfen. Bislang ist das nur Behörden wie der Polizei gestattet.  Auch dies kann zur Professionalisierung bei der Erkennung der Todesursache beitragen. Heute wurde auch berichtet, dass gut 60 Prozent aller Diagnosen auf dem Totenschein nicht mit der Diagnose nach einer Obduktion übereinstimmen.

Die Diskussion hat mir heute auch verdeutlicht, dass die Hinterbliebenen nicht auf den Kosten der Leichenschau sitzen bleiben dürfen. Da kommen rasch ein paar hundert Euro zusammen. Der letzte Dienst am Menschen muss eine Leistung des öffentlichen Gesundheitswesens bleiben. Hier stehen die Krankenkassen in der Verantwortung.“