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Nichts ist gut bis 2020 – Vollförderung der Bundestützpunkte nicht gegeben

Zum heutigen Expertengespräch „Schließung von Bundestützpunkten in M-V“ erklärt Eva-Maria Kröger, stellvertretendes Mitglied der Linksfraktion im Bildungsausschuss:

„Entgegen Behauptungen von CDU-Abgeordneten aus M-V steht die Vollförderung der Bundestützpunkte im Land nicht erst ab 2020 in Frage, sondern ist auch bis 2020 nicht mehr im vollen Umfang gegeben.

So fördert der Bund zwar die Personal-, aber eben nicht die Betriebskosten der Stützpunkte. Hinzu kommt, dass die Förderfähigkeit ab 2020 an Kriterien wie eine feste Kaderanzahl an einem Tag X gebunden sein soll. Das ist fernab aller leistungssportlichen Realitäten. Eine bis dato auch wenig beachtete Frage ist jene nach der Zukunft der Leichtathletik in Neubrandenburg. Die Sportart wäre nach dem Wegfall von Kanu und Triathlon am Tollensesee auf bisherigem Leistungsniveau schwer haltbar.

Doch nicht nur auf Ebene der Bundestützpunkte muss von der Landesregierung in Berlin rasch auf Klärung im Sinne des Leistungssportes in M-V gedrängt werden: Auch die Ebenen darunter, die Sporteliteschulen und die Nachwuchsförderung, wären mittelbar betroffen. Ohne Athletinnen und Athleten, die bei internationalen Wettkämpfen antreten, fehlen die Vorbilder, fehlt auch ein stückweit Motivation für die Kinder und Jugendlichen.

Die Landesregierung muss auch dringend ihre eigenen sportpolitischen Hausaufgaben erledigen. So mangelt es z. B. an einer flächendeckenden Sichtung von Talenten im Grundschulalter, der Trainerinnen- und Trainerausbildung sowie einer gezielten Unterstützung von Nachwuchsportlerinnen und -sportlern.“