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Kommission zum Bestattungswesen befasst sich mit der Leichenschau

Zur heutigen Sitzung der Expertenkommission zur Bestattungskultur erklärt die Abgeordnete der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

"Die Kommission befasste sich ein zweites Mal mit dem Themenkreis Leichenschau. Dabei ging es voranging um die Verbesserung der Qualität der Leichenschauen. Anhand verschiedener Vorschläge, vor allem erarbeitet durch die Ärztekammer M-V und die Universitätsmedizin Greifswald, wurden Änderungen diskutiert. Die Kommission hat noch keine Beschlussempfehlungen ausgesprochen.

Ich möchte keine Ergebnisse vorwegnehmen, denn ich schätze die Diskussionskultur in der Kommission und wir möchten beim nächsten Mal Beschlüsse fassen. Allerdings nehme ich mit, dass die Formulare der Todesbescheinigungen schnellstmöglich neu gestaltet werden müssen, damit weniger Fehler passieren. Zudem sollten die Krankenkassen die Kosten der Leichenschau tragen, da sie als letzte ärztliche Leistung am Menschen betrachtet werden kann.“

Die Kommission beriet auch das Thema Obduktionen. Die Zahl klinischer Sektionen ist in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Im Vergleich zu anderen Ländern werden in Deutschland insgesamt nur selten Obduktionen durchgeführt. Ein Vorschlag lautet, bei medizinisch unklaren Todesfällen eine Verwaltungssektion zur Todesfeststellung einzuführen. Die Kommission hat noch nicht entschieden. Insbesondere muss abgewogen werden, ob eine Widerspruchslösung ausreicht oder ein Zustimmungsvorbehalt notwendig ist.

Für die Medizin bedeuten mehr Obduktionen auch mehr Erkenntnisse. Zur Erforschung von Krankheiten, für die Qualitätssicherung in der Medizin und auch für die Hinterbliebenen, damit sie Klarheit haben. Aber jemand muss die Kosten tragen, sie können nicht auf den Schultern der Angehörigen abgeladen werden. Dazu wird die Kommission noch beraten.“