Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

Gute Bedingungen für Studierende sind gut für die Zukunft des Landes

Zur Überweisung des Antrags der Linksfraktion „Wohnheimprogramm für Studierende auflegen“ in die Fachausschüsse des Landtags erklärt die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Im Wettbewerb um junge Menschen, die hier studieren und möglichst in M-V bleiben und ihre Lebensperspektive finden sollen, sind gute Studienbedingungen das A und O. Es würde sich bitter rächen, wenn Landespolitik den Handlungsbedarf für den Bau von Wohnheimplätzen angesichts tausender Ablehnungen von Anträgen auf Wohnheimplätze weiterhin ignorieren würde. Kluge Köpfe braucht das Land, dafür muss M-V mehr tun als bisher. Es ist gut, dass wir jetzt im Ausschuss darüber beraten können.

Die Verfügbarkeit von Wohnraum ist entscheidend für den sozialen Frieden innerhalb einer Stadt. Studierende und andere Menschen mit geringen Einkommen konkurrieren auf dem ohnehin knappen Wohnungsmarkt gerade in den Unistädten um bezahlbaren Wohnraum. Es gilt die Pläne des Bundes zu vereiteln, wonach vom völlig unzureichenden Geld für den sozialen Wohnungsbau noch Mittel für den Bau von Wohnheimen abgeknapst werden sollen. Das ist sozialer Sprengstoff, den es zu verhindern gilt. Das Land muss sich im Verbund mit den anderen Ländern dafür einsetzen, dass zusätzliche Bundesmittel für den Bau von Wohnheimplätzen bereitgestellt werden.“

Hintergrund: Insbesondere in Rostock und Greifswald sind Studierende von Wohnungsnot betroffen, es werden dringend  mehr Wohnheimplätze gebraucht. Allein in Rostock fehlen 900 Plätze. Die Unterbringungsquote in Wohnheimen liegt in Greifswald bei 8 und in Rostock unter 11 Prozent, in Neubrandenburg, Wismar und Stralsund ist die Lage entspannter. Insgesamt gibt es rund 3600 Wohnheimplätze der Studierendenwerke in M-V, eine Unterbringungsquote von 15 Prozent strebt das Deutsche Studierendenwerk an. Das Deutsche Studierendenwerk fordert mindestens 45 000 zusätzliche Wohnheimplätze.