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Fünf Jahre Ehe für alle – aber immer noch Gleichstellungsbedarf

Am 30. Juni 2017 stimmte der Bundestag dafür, dass gleichgeschlechtliche Paare standesamtlich heiraten dürfen. Zum fünften Jahrestag erklärt die queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Der 30. Juni ist ein historischer Tag für die queere Gemeinschaft, er bedeutete damals einen wichtigen Schritt Richtung Gleichberechtigung. Viele Paare heirateten sofort und feierten diesen Tag als ein ganz besonderes persönliches und politisches Ereignis.

Allerdings liegt bei der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt noch einiges im Argen, sind Regenbogenfamilien beispielsweise nicht gleichgestellt. Darauf machen auch die vielfältigen Veranstaltungen im Land rund um den Christopher Street Day aufmerksam.

Regenbogenfamilien warten schon lange auf politische Veränderungen. So ist eine Reform des Familien- und Abstammungsrechts überfällig. Es muss Schluss damit sein, dass in einer Partnerschaft von zwei Frauen, die ein Kind bekommen, lediglich die leibliche Mutter als Mutter anerkannt wird, während bei einer Mann-Frau-Elternschaft der Ehemann automatisch der Vater ist. Diese und weitere bestehende Ungerechtigkeiten im Familien- und Abstammungsrecht müssen endlich beseitigt werden.“