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Filmförderung und Medienkompetenzförderung sind zwei Paar Schuhe

Zur Gründung der MV Filmförderung GmbH und zu den Plänen zur Errichtung eines Medienkompetenzzentrums erklärt die medienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger: 

„Die Gründung der ‚MV Filmförderung GmbH‘ ist richtig und wichtig, aber so, wie Sie jetzt geplant ist, sollte sie nicht bleiben und auch nicht am Standort Wismar errichtet werden. Die Standortentscheidung folgte nicht den Inhalten, nicht den Strukturen und nicht den Realitäten, sondern politischen Motivationen und Beziehungen. Die Konzentration auf den Westteil des Bundeslandes ist mit Blick auf die bestehenden Kompetenzen im Land äußerst problematisch. Die Ideen zur Gründung der Filmförderungsgesellschaft sind offenbar unter permanenter Einbeziehung von zwei Bürgermeistern entstanden, statt unter Berücksichtigung der Fachszene. Die Probleme und Zerwürfnisse in der Filmszene werden ignoriert, nur um politische Wünsche zu erfüllen. Kurzum: Hier war offenbar ein starker Regionallobbyismus am Werk.

Filmförderung und Medienkompetenzförderung sind zwei Paar Schuhe. Die Vermengung beider Handlungsfelder zeigt sich auch im geplanten Beirat. Ein Beirat einer Filmfördergesellschaft sollte ein Beirat für Film und für Filmförderung sein, nicht für Film und Medienkompetenz. Zudem ist die Medienbildung ein weites Feld und eignet sich an keiner Stelle als Anhängsel.

Und dann soll das Konzept des Medienkompetenzzentrums auch noch haushaltsneutral sein. Das heißt, dass die Bedarfe für das Zentrum nicht aus dem Landeshaushalt finanziert werden, sondern diese Aufgabe der Medienanstalt aufgebürdet wird. Die Medienanstalt kann ohne finanzielle Unterstützung diese Aufgabe nicht schultern, zumal ihr mit der Verabschiedung des neuen Medienstaatsvertrages bereits weitere Aufgaben zugewiesen werden.“