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Das ist Kunst. Und das kann nicht weg!

Zur Ablehnung des Antrags „Künstlerinnen und Künstler unterstützen – Perspektiven für Vor- und Nachlässe finden“ erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Wenn Künstlerinnen und Künstler versterben, stehen Angehörige oft ratlos vor einem gewaltigen Lebenswerk, das geordnet, archiviert und katalogisiert werden muss, wenn es nicht verloren gehen soll. Eine Aufgabe für Expertinnen und Experten, im Sinne des Kulturgutschutzes eine hoheitliche Aufgabe – also eine Aufgabe des Landes.

In M-V gibt es lediglich eine private Initiative der ehemaligen Abgeordneten der Linksfraktion, Heide-Marlies Lautenschläger, die sich für den Erhalt von Vor- und Nachlässen von Künstlerinnen und Künstlern engagiert. SPD und CDU haben dennoch kein Interesse, dass diese enorm wichtige Aufgabe auf sichere Füße gestellt wird. Das ist wenig schlüssig, hat die Große Koalition doch erst im letzten Jahr ihre neuen kulturpolitischen Leitlinien vorgestellt. Darin enthalten ist ein Prüfauftrag, wie es ermöglicht werden kann, Vor- und Nachlässe zu sichern. Da SPD und CDU unseren Antrag heute abgelehnt haben, erweisen sich die Leitlinien als Makulatur. Sie handeln lieber nach dem Motto: Das ist Kunst, kann aber weg. 

Wir werden auch in der kommenden Legislatur weiter Druck machen, damit das Land endlich Verantwortung übernimmt – für die Werke von Künstlerinnen und Künstlern z.B. unter dem Dach einer Landeskulturstiftung.“